Entstehung Geschichte der Gründung

Auf der Suche nach einem Leben der vollen Hingabe an Gott, inmitten der Welt in nicht klösterlicher Form, begegnete Juliette Molland dem Dominikanerpater P. Joseph M. Perrin OP. Einige junge Frauen schließen sich ihr an.

Am 4. August 1937 schenken zehn junge Frauen während einer Eucharistiefeier Gott ihr Leben. Sie wagen den Schritt ohne noch zu wissen, wohin der neue Weg sie führen wird.

Der erste Entwurf der Konstitutionen 1938 beginnt mit den Worten "aimer et faire aimer" - lieben und zur Liebe zu führen - und spiegelt die dominikanische Spiritualität wider, nämlich "aus der Kontemplation zur Aktion".

1938 wird die Laiengemeinschaft "Union der kleinen Schwestern der hl. Katharina von Siena" vom Bischof von Marseille genehmigt.

1939 legen neun Mitglieder ihr endgültiges Versprechen, die Donation ab.

1955 wird die "Union Caritas Christi", wie die Gemeinschaft seit 1943 heißt, ein Säkularinstitut päpstlichen Rechts.

Die Konstitutionen, die "Lebensregel" werden immer wieder neu überarbeitet, so dass die Berufung im Geist der Gründung in der jeweils zeitgemäßen Form gelebt werden kann. Die derzeit gültige Lebensregel mit dem Titel "Caritas Christi - Leben und Geist" wurde am 19.März 1979 approbiert.


Entstehung in Österreich

Das erste Mitglied, Anna Magdalena aus Wien, wurde während eines Studienaufenthaltes in London auf Caritas Christi aufmerksam und lernte dort auch P. Perrin kennen. Sie suchte weitere Begegnungen mit französischen Mitgliedern in Paris. In Petite (Provence) wurde sie in intensiver Form in die Berufung eingeführt. Das kontemplative Element war ihr dabei besonders wichtig. Schließlich trat sie 1957 als erste Österreicherin in Caritas Christi ein.

Durch regen Briefwechsel und Reisen nach Frankreich und in die Schweiz knüpfte sie zahlreiche Kontakte. Zu einer besonderen geistlichen Erfahrung wurde für A.M. ein Besuch bei Juliette. Durch ihre Bemühungen kam P. Perrin zu Exerzitien nach Österreich und half Priestern die Berufung bekannt zu machen.

Auch Kardinal König unterstützte mit großem Verständnis für die Berufung die Anfänge in der Erzdiözese Wien.

Ab 1962 begann Caritas Christi in Österreich zu wachsen, weitere Mitglieder traten ein.

1964 legte das erste Mitglied ihre Donation ab (endgültige Bindung).

Heute gehören der österreichischen Gruppe 40 Mitglieder an.